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TennisPark Bahrendfeld - Ein innovatives Beispiel für eine nachhaltige Vernetzung kohärenter Planungen in der Wachsenden Stadt

Portait: Henrik Strate

Unter diesem Titel haben Annika Terworth und Henrik Strate im Sommer 2005 unsere Bachelor-Thesis verfasst.
Die Thesis beschäftigt sich abstrakt mit der Prozessanalyse unterschiedlicher stadtplanerischer Themenfelder im Bereich Altona bzw. Hamburg und spricht sich für eine Vernetzung kohärenter, also parallel verlaufender, Planungen aus. Als exemplarisches Beispiel wurden die Planungen rund um den Volkspark, den Altonaer Bahnhof, die Entwicklung am Tennis-Standort Hamburg sowie die Diskussionen über einen Deckel über die BAB 7 zu einem vernetzten Projekt kombiniert.
Ein entscheidender Vorteil für beispielsweise die Deckel-Planungen ist die über die Stadtteile hinaus tragende Bedeutung eines internationalen Grand-Slam-tauglichen TennisPark für Hamburg. Dies macht ein so teueres Projekt aufgrund seiner Leuchtturm-Wirkung auch für überregionale Finanztöpfe interessant.

Lesen Sie mehr dazu in der Kurzfassung.

Die gesamte Thesis können Sie hier (PDF, ca. 10 MB) herunterladen. Hier finden Sie den Plan als A4-Poster (JPEG) zum Download.

Kurzfassung (Auszug aus der Thesis)

Anstoß für diese Thesis ist die Tatsache, dass in der Stadtentwicklung Pla-nungen häufig parallel verlaufen, aber isoliert betrachtet werden und so eine sinnvolle Verknüpfung oder gar Vernetzung von kohärenten Planungen und Projekten nicht stattfindet.

In Hamburg werden derzeit mehrere voneinander vermeintlich unabhängige Diskussionen geführt, wie die Überdeckelung der Autobahn A7 vor dem Nordeingang des Elbtunnels, die Problemsituation und Aufwertung des Stadtteils Bahrenfeld, die Entwicklung eines Sportparks im Altonaer Volkspark, die Problematik und geplante Verlagerung der Tennisanlage am Rothenbaum sowie sehr aktuell die Verlagerung des Fernbahnhofs Altona zum S-Bahnhof Diebsteich.
Diese Entwicklungslinien und Planungsdiskussionen bestehen nebeneinander und können als kohärent gelten, werden aber dennoch nicht zusammen betrachtet.

Seit dem Bau der BAB 7 in Bahrenfeld gibt es Bedürfnisse, die eine Überdeckelung der Autobahn sinnvoll erscheinen lassen. Diese ist bis heute jedoch nicht realisiert. Kritisch zu betrachten ist zudem, dass in der öffentlichen Debatte um den Deckel neben der eher geringwertigen Kleingartennutzung keine weiteren Nutzungsmöglichkeiten zur Diskussion stehen und das enorme Potenzial der neu entstehenden städtischen Flächen nicht erkannt wird.

Hier bieten sich Vernetzungen mit dem seitens der Stadtentwicklung Hamburgs kaum berücksichtigten Stadtteil Bahrenfeld an, in dem seit dem Autobahnbau Anfang der 1970er Jahre über den Verlust der eigenständigen Stadtteilidentität sowie über das bestehende negative Image geklagt wird.
Zudem wird der Altonaer Volkspark mit dem Bau des Deckels oder dem Stadtteil Bahrenfeld bisher nicht in einen sinnvollen Zusammenhang gesetzt. Auch die Problematik der Tennisanlage am Rothenbaum, an deren Lösung der Stadt Hamburg sehr gelegen ist, wird außer mit der Schaffung eines Sportparks im Volkspark und der Verlagerung der Tennisanlage dorthin, mit keiner der Entwicklungslinien verknüpft. So bleiben viele Potenziale und Synergieeffekte unerkannt und ungenutzt.

In dieser Thesis wird jedoch ein Beispiel aufgezeigt, wie eine nachhaltige Vernetzung der kohärenten Entwicklungslinien und Planungsdiskussionen erreicht werden kann, welche die verfügbaren Potenziale in einer innovativen Parkstruktur, dem TENNISPARK Bahrenfeld, entlang einer Entwicklungsachse auf dem Deckel ausschöpft und vielfältige Synergieeffekte erreicht.
Im Zusammenhang wird zudem die fragwürdige Ausrichtung der Stadtentwicklung Hamburgs kritisiert. In der Verfolgung des Stadtentwicklungskonzeptes „Wachsende Stadt“ wird zu sehr nach öffentlichkeitswirksamen prestigeträchtigen Großprojekten gestrebt, die häufig eine Auseinandersetzung mit weniger öffentlichkeitswirksamen aber erforderlichen Aufgaben der Stadtentwicklung behindert. Hier schafft der TENNISPARK Bahrenfeld einen Weg, um sowohl quartiersbezogene wie auch gesamtstädtische Ziele zu erreichen.

Der TENNISPARK verbindet eine neu geschaffene Tennisanlage internationalen Niveaus mit vorhandenen Elementen und Potenzialen Bahrenfelds sowie dem Volkspark und dem in der Diskussion stehenden neuen Fernbahnhof am Diebsteich, durch den eine leistungsfähige Verkehrsanbindung geschaffen werden kann. Der TENNISPARK Bahrenfeld soll zudem der langfristigen und nachhaltigen Sicherung des Tennis-Masters-Turniers in Hamburg, als auch der Möglichkeit der Austragung von Turnieren auf Grand-Slam- und olympischem Niveau dienen. Weiterhin erreicht er eine Behebung der Zerschneidung Bah-renfelds durch die Nutzung des Deckels und die städtebauliche Einbindung dieser Nutzung in das Umfeld. Durch die Zusammenführung der Grünzüge Bahrenfelds wird ein Parkverbund hergestellt.
Der hohe Imagewert der internationalen Tennisanlage als innovative Nutzung des Autobahndeckels nützt im Zusammenhang mit der Einbindung Bahrenfelds zum einen der Stadt Hamburg im Sinne ihres Leitbildes Sportmetropole und Verbesserung der internationalen Stellung Hamburg. Zum anderen wird ein großer Beitrag zur Behebung des negativen Stadtteilimages Bahrenfelds geleistet.

So konnten bisher isolierte, unverknüpfte Entwicklungslinien der Stadtentwicklung in einer innovativen, vielseitigen und zukunftsorientierten Parkstruktur für die Metropole Hamburg vereint werden. Vorhandenes wird aufgenommen, Neues geschaffen und Entwicklungsmöglichkeiten auch für zukünftige Bedarfe offen gelassen.

Die Arbeit wurde von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Pietsch und Dipl.-Ing. Martin Kohler von der HafenCity Universität für Baukunst und Raumentwicklung (vormals TU Hamburg-Harburg) betreut.

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