Stiftung kündigt Zusammenfassung in Blankenese an: Bücherhallen in Rissen und Iserbrook Ende 2009 vor dem Aus?
CDU und GAL wollten Bücherhallen in Rissen und Iserbrook nicht erhalten
Wie jüngst durch die Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhalle bekannt gemacht wurde, wird ab Ende 2009 Blankenese wieder über eine Bücherhalle mit 600 Quadratmetern Angebot verfügen. Standort wird im Eckgebäude am Blankeneser Bahnhof / Sülldorfer Kirchenweg sein.
Leider wird dies zu Lasten der beiden bestehenden Stadtteil-Bücherhallen in Rissen und Iserbrook gehen. Die Bücherhalle sagt dazu, dass diese Bücherhalle nun die "Versorgung" von Rissen und Iserbrook übernimmt.
Die SPD hatte in der letzten Bezirksversammlung im Jahr 2008 mit einem Antrag eine andere Richtung gefordert. In einem gemeinsamen Antrag haben FDP, LINKE und die SPD dafür gekämpft, dass auch weiterhin Bücherhallen in Blankenese und Iserbrook sowie Rissen bestehen. Darin heißt es u.a.:
"Die Behörde für Kultur, Sport und Medien wird gemäß § 27 Abs. 1 BezVG gebeten, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen eine langfristige Sicherung der HÖB-Standorte in Iserbrook und Rissen zu erreichen, auch wenn der Weiterbetrieb mit einer Kapazitätseinschränkung verbunden sein sollte."
Dem hat die CDU-GAL-Mehrheit jedoch nicht zugestimmt und stattdessen mit ihrem Antrag das Aus für die Bücherhallen in Rissen und Iserbrook beschlossen. Konkret haben sie beschlossen, dass Rissen und Iserbrook nur dann erhalten werden sollen, wenn Blankenese nicht kommt. Dieser Fall ist nun eingetreten.
"Dass CDU und GAL auf einem Schlingerkurs in Sachen Bücherhalle sind, ist bereits mehrfach deutlich geworden", sagt Henrik Strate.
Bereits im September haben SPD und LINKE Anträge zur Erhaltung der Bücherlandschaft in Altona in die Bezirksversammlung eingebracht. Doch damals haben CDU-GAL dies nur niedergestimmt. Sie sahen dazu offenbar keine Notwendigkeit, sich zu diesem wichtigen Thema politisch zu positionieren.
Henrik Strate: "Die SPD wird auch weiterhin an dem Thema dranbleiben. Bei Info-Ständen und Veranstaltungen wird jedes Mal deutlich, dass es ein wichtiges Anliegen für die Bürgerinnen und Bürger ist, ortsnah eine Bürgerhalle zu haben. Vor allem für die Kinder und Jugendlichen, aber auch für die älteren Mitbürger.