Mal so, mal so - Schwarz-Grünes Wanken in der Großen Elbstraße
Die Große Elbstraße ist von der Hamburg Port Authority in die Verwaltungszuständigkeit des Bezirksamtes Altona gewechselt. Dieses lehnt die Übernahme im derzeitigen Zustand jedoch ab. Zurecht, denn vor allem im westlichen Teil befindet sich die Straße in einem unhaltbaren Zustand: Keine vernünftigen Bürgersteige, fehlende Radwege, unterschiedliche Straßenbeläge, unklare Wegeführung. Ein durch einen Verkehrsplaner durchgeführtes Sicherheitsaudit hat diesen Zustand noch einmal bestätigt.
Das Bezirksamt plant bereits seit 2007 den Ausbau der Straße. Dabei soll die Straße im Westen ab Kaistraße auf hochwassersicheres Niveau erhöht werden. Das versuchte Schwarz-Grün im Juni zu blockieren, war plötzlich dagegen. Nun zeichnet sich doch ein Einsehen in die Notwendigkeit ab. Die Erhöhung bzw. Entscheidung dazu ist vor dem Hintergrund der künftigen Entwicklung wichtig. Zunächst wird im Westen, bei den Neubauten "Twins", begonnen. Nach Osten soll die Straße bis zum Elbkaihaus sukzessive erhöht werden.
Mark Classen und Henrik Strate trafen Ende Juni mit Hartwig Sommerfeld, Geschäftsführer von der Fischmarkt Hamburg GmbH (FMH), zusammen. Mit der FMH wurden die künftigen baulichen und verkehrlichen Perspektiven erörtert. "Für uns sind die Anliegen der lokalen Wirtschaft mit ihren rund 3.000 Arbeitsplätzen wichtig", erläutert Mark Classen (29), baupolitischer Sprecher aus Altona-Altstadt. "Die Planungen am Hafenrand müssen eng mit den örtlichen Akteuren abgestimmt werden."
Henrik Strate, verkehrspolitischer Sprecher, ergänzt: "Die Ausgestaltung der Verkehrsflächen muss auf die Belange und Planungen von Fischmarkt Hamburg angepasst sein, damit die Abläufe der Fischwirtschafts-Logistik gesichert sind. Gleichzeitig muss für alle Verkehrsteilnehmer Sicherheit im Straßenraum bestehen. Die attraktive Kaikante am Fischereihafen muss in die weiteren Überlegungen mit einbezogen werden."