Entscheidung über Tempo 30 in der Bernadottestraße verzögert
In seiner Sitzung am vergangenen Montag sollte der Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung über Tempo 30 in der Bernadottestraße entscheiden. Doch nun muss die Entscheidung erst am 7. Juli, der letzten Sitzung vor der Sommerpause, fallen, da CDU und GAL nach ihren vier Wochen Beratungszeit noch offene Fragen haben.
Die SPD kommt beiden Fraktionen nun zur Hilfe. Der Altonaer Bürgerschaftsabgeordnete Arno Münster hat einige Fragen aufgenommen und dazu beim Senat eine Kleine Anfrage gestellt. Es geht insbesondere um die Frage der verlängerten Buszeit, die Verkehrsunfallstatistik, den Status als Vorbehaltsstraße der Fachbehörde sowie die fehlende Trennlinie in einer Straße mit Tempo 50.
Eine Reihe von Anwohnerinnen und Anwohnern waren zu der Sitzung erschienen, stellten ihre bereits schriftlich vorliegenden Eingaben vor. In den vergangenen Jahren waren bereits mehrfach Beschwerden über die Geschwindigkeit in der sonst ruhigen Bernadottestraße eingegangen.
"Für unsere Fraktion waren die Gründe der Anwohner nachvollziehbar. Gründe wie ein Bus, der zwei oder drei Minuten länger braucht, sind da vorgezogen. Der Schutz der schwachen Verkehrsteilnehmer, insbesondere aus der Schule Trencknerweg und den sozialen Einrichtungen ist uns wichtiger. Zudem hat die Reduzierung von Tempo 50 auf 30 km/h einen angenehmen Nebeneffekt: Sie würde eine Verringerung des Lärmpegels um 50 % bedeuten - so die GAL in ihrem Wahlprogramm", sagt Henrik Strate, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.
Damit noch vor dem Sommer eine Entscheidung gefällt werden kann, soll das Thema in der letzten Sitzung vor den Sommerferien am 7. Juli wieder auf die Tagesordnung genommen werden.
Schriftliche Kleine Anfrage von Arno Münster, MdHB, zum Thema Bernadottestraße