Bücherhallen Rissen und Iserbrook vor dem endgültigem Aus
Die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok erhoffte mit Ihrer Kleinen Anfrage an den Senat Auskunft über die Zukunft der Bücherhallen in Hamburger Westen. Die Antwort schockiert: Die Bücherhallen Rissen und Iserbrook werden nach dem Auslaufen der Mietverträge ersatzlos geschlossen.
In den letzten Jahren wurde wiederholt spekuliert, ob die verbliebenen Bücherhallen im Hamburger Westen (Rissen, Iserbrook und Osdorf) weiter existieren werden oder auch hier wie in Blankenese und Lurup das Schicksal der Schließung droht. Der Koalitionsvertrag des Schwarz-Grünen Senats sagt zu den Hamburger Bücherhallen, dass die Anzahl der Standorte erhalten werden soll – jedoch nichts zu den konkreten Standorten. Aus diesem Grunde hatte die Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok“ beim Senat angefragt, ob die bestehenden Standorte für die kommenden Jahre gesichert sind.
Die Antwort des Senats lautet, dass die Bücherhallen in Iserbrook und Rissen nach Auslaufen der Mietverträge endgültig geschlossen werden und zusammen mit der vor 2 Jahren geschlossenen Bücherhalle in Baurs Park (Musenstall) nach Restaurierung des Blankeneser Bahnhofs dort zusammengelegt werden sollen.
„Diese Antwort ist eine Enttäuschung für alle Bürgerinnen aus Rissen, Sülldorf und Iserbrook, denen „Ihre“ Bücherhallen weggenommen werden sollen“, so Anne Krischok. „Wir hätten uns ein schöneres Einstandsgeschenk des Senats gewünscht, zumal es bisher zwischen dem Bauträger am Blankeneser Bahnhof und der HÖB (Hamburger Öffentliche Bücherhallen) es bisher zu keinem Verhandlungsergebnis über die angebotene Fläche und den Mietkonditionen gekommen ist.“
Obwohl die Bürger mittel einer von der SPD initiierten Unterschriftenaktion deutlich zum Ausdruck gebracht haben, wie wichtig der Bestand der Bücherhallen in Blankenese, Rissen und Iserbrook ist, steht zu befürchten, dass am Ende alle Bücherhallen im Elbe-Einkaufszentrum zusammengefasst werden sollen - und der Hamburger Westen leer ausgeht.