Behörde legt Bericht über die Grundwasserprobleme im Rissener Norden vor
In der letzten Sitzung des Grünausschusses der Bezirksversammlung legte die Verwaltung den Fachlichen Bericht über die Grund- und Oberflächenwasserverhältnisse in Rissen vor. Seit einigen Jahren beklagen die Anlieger, dass sowohl Grundstücke als auch Keller stark vernässen. Insbesondere der Rissener Bürgerverein hat sich diesem Thema engagiert angenommen und durch Veranstaltungen und Gespräche mit der Behördenleitung der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Bewegung in die Sache gebracht.
Dieser nun vorgelegte Bericht vom 12. November d.J. sieht einige unterschiedliche Gründe für die Probleme:
- Es gibt individuelle Mängel an der Bausubstanz betroffener Gebäude.
- Planungsfehler zu Zeiten der Errichtung der Gebäude (Mangel an Dränagen sowie zu tief liegende Kellergeschosse bei Gebäuden ab den 1950er Jahren)
- Örtliche Probleme bei der Oberflächenentwässerung sowie Wasserstauungen im Untergrund können an einigen Stellen, insbesondere im Bereich Siegrunweg, Ursache sein.
- Die Stilllegung von Wasserentnahmestellen des Wasserwerk Baursberg in Blankense hat zwar Ende der 1970er / Anfang der 1980er Jahre zu einer Erhöhung des Grundwasserspiegels geführt, seit dem sei der Wasserspiegel jedoch konstant geblieben.
- Durch erhöhte Niederschlagsmengen in den vergangenen Jahren, insbesondere in den Wintermonaten (weniger Verdunstung), trat eine vermehrte Grundwasserneubildung in Verbindung mit Grundwasserspiegelspitzen auf. Dies wird als einer der entscheidenden Faktoren in der Zusammenfassung dargestellt.
Der Bericht sagt aus, dass die Veränderungen bei der Pflege des NSG Schnakenmoor (1989/90) keine Erhöhung des Wasserspiegel hervorgerufen hätten. Grundlage für diese Erkenntnis, dem Anwohner kritisch gegenüber standen, seien konkrete Messdaten gewesen.
Lösungsvorschläge werden nicht konkret genannt, sondern muss jeder Grundbesitzer individuell prüfen und anpassen. Die Behörde stellt entsprechende Daten zur Verfügung.
Die Grundwassermesstechnik wurde verbessert und ist so künftig tagesaktuell abrufbar. Eine Veröffentlichung der Daten im Internet ist geplant. Es wird für bestimmte Bereiche (Siegrunweg) vorgeschlagen, die Auswirkungen vorhandener wassertechnischer Einrichtungen (Rückhaltebecken, Gräben) genauer zu prüfen. Hier hat es bereits Gespräche gegeben.
Der Bericht macht deutlich, dass eventuelle Schutzmaßnahmen durch die Eigentümer direkt erfolgen müssen.
Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Stellungnahmen zu diesem Thema haben bzw. abgeben möchten, so stehe ich Ihnen gerne zur Verügung.
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Quelle: FHH/BSU/U, 12.11.2007: Fachlicher Bericht über die Grund- und Oberflächenwasserverhältnisse in Rissen