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21.11.2007

Gute Politik(er) für Hamburg, Altona und die Elbvororte

Elf Kandidatinnen und Kandidaten stellte Altonas Bundestagsabgeordneter, Olaf Scholz, am vergangenen Dienstag den Wählerinnen und Wählern des Wahlkreises 4 (Blankenese) im Nienstedtener Lokal "Schlag" vor.
Neben den drei Bürgerschaftskandidaten, Uwe Grund sowie Anne Krischok und Gerhard Ludwig, interviewte der künftige Bundesminister für Arbeit und Soziales die Sozialdemokraten für das Altonaer Bezirksparlament, die Bezirksversammlung.

In den locker geführten Interviews wurde deutlich, dass die Sozialdemokraten klare Vorstellungen für eine gute und erfolgreiche Bezirkspolitik haben. "Unter Schwarz-Grün ist die Schere zwischen den Stadtteilen der Elbvororte weiter aufgegangen", sagt Thomas Adrian, Fraktionsvorsitzender in der Bezirksversammlung. Die vom SPD-Senat initiierte Soziale Stadtentwicklung für Lurup und Osdorf läuft aus bzw. ist ausgelaufen, im Altonaer Rathaus kommt man mit der lange geplanten Aktiven Stadtentwicklung für Iserbrook nicht in die Gänge. Ein Herzensthema auch für Wolfgang Kaeser, der sich neben seinem Schwerpunktthema zur nachhaltigen Umweltpolitik für Altona vor allem auch um milieugerechte Bebauung im Blankeneser Hanggebiet kümmert.
Die Sozialdemokraten wollen Politik mit den Menschen machen und nicht gegen Sie. Thomas Adrian kritisierte, dass nicht nur auf Landesebene, sondern direkt spürbar in Ottensen die GAL/CDU-Koalition Politik gegen ein erfolgreiches Bürgervotum für den Erhalt des Bismarckbads machen. "Ein Altona für alle" ist die Botschaft der SPD und an diesem Maßstab orientiert sich ihr Wahlprogramm, welches in Gänze demnächst vorgestellt wird.

Olaf Scholz und Henrik Strate Auf die Frage von Olaf Scholz, welches Projekt er konkret in der nächsten Wahlperiode angehen wolle, nannte Henrik Strate die Erstellung eines regionalen Leitbildes bzw. Entwicklungskonzeptes für den Bezirk Altona. "Es ist für unsere gewachsenen Zentren überaus schädlich und existenziell bedrohlich, dass ständig neue Discounter an den Ausfallstraßen oder zentrenfern entstehen. Damit nehmen wir den klassischen Zentren mit ihren auch nicht-kommerziellen Strukturen wichtige Anker und Magneten. Wir wollen, dass die Vielfalt und der gute Mix an Branchen in den Stadtteilen durch inhabergeführte Einzelhändler und großflächigen Lebensmitteleinzelhandel eine Chance zum Überleben hat", sagte der 26-jährige Student der Stadtplanung. "Es ist auffällig, dass unser Nachbarbezirk - Eimsbüttel ist da vorbildlicher Vorreiter - durchaus bei Standort- und Entwicklungsentscheidungen in der Planung eine Grundlage in Form eines Entwicklungskonzeptes vorweisen kann, in Altona Entscheidungen von Schwarz-Grün jedoch aus der Hüfte geschossen oder nach Investorenlage entschieden werden.

Im Anschluss an die Veranstaltung bot sich für die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, in lockere Atmosphäre direkt mit ihren Kandidaten zu sprechen. Ein Angebot, das reichlich genutzt wurde.

Übrigens, am 10. Dezember 2008 diskutiert die SPD in den Elbvororten, wohin es mit der Stadtentwicklung in Hamburg und im Bezirk sowie in den Stadtteilen weitergeht. Sie sind herzlich eingeladen, am 10.12.2008 ab 19.30 Uhr im Haus Rissen (Rissener Landstraße 193) zur Veranstaltung Gute Stadtentwicklung für Hamburg und Altona - Zwischen Leuchtturmprojekten und Stadtteilpolitik" mit Jan Quast MdHB (stadtplanungspol. Sprecher) und Thomas Adrian (Fraktionsvorsitzender und stadtplanungspol. Sprecher in der BV, Henrik Strate (Kandidat für die BV sowie Mitglied im Stadtplanungsausschuss) sowie weiteren Experten aus der Bezirkspolitik.

Quelle: Olaf Scholz

Olaf Scholz interviewt die drei Kandidaten Antje Mohr, Henrik Strate und Dr. Bettina Wehner (von links)

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